Den Vorfahren auf der Spur

Ahnenforschung

Die Ahnenforschung, auch als Genealogie bezeichnet, erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Früher oder später ereilt jeden Menschen die Sehnsucht, sich seiner eigenen Wurzeln und Ursprünge bewusst zu werden. Untersucht man seinen eigenen Stammbaum, so reicht das eigene Wissen womöglich aus, bis zu drei Generationen zurückzuverfolgen, alles was davor liegt, scheint jedoch in Vergessenheit geraten zu sein.

Um Nachforschungen zur eigenen Abstammung zielführend anstellen zu können, braucht es einiger Hinweise, um sich auf keine Irrwege zu begeben und schlussendlich völlig entmutigt zu sein. Befolgt man schon einige wenige Ratschläge, so erhöht sich Chance, einen eigenen Ahnenbaum zu erstellen, der auch tatsächlich der Realität entspricht.

 

Der Austausch mit der Familie

An Feiertagen, besonderen Anlässen oder anderen Familientreffen ergibt sich die Gelegenheit, sich mit Familienangehörigen zu unterhalten, die bereits seit längere Zeit ihren eigenen Wurzeln auf der Spur sind oder ohnehin ein enormes Wissen über die Herkunft der Familie haben. Der Austausch im Rahmen von Familienfeiern mit Geschwistern, Cousins oder auch Eltern lohnt sich, um mehr Informationen zur eigenen Abstammung zu erhalten.

Sorgfältige Notizen

Werden Informationen bei Unterhaltungen mit Familienangehörigen nicht mitnotiert, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese bereits wenige Tage nach dem Gespräch vergessen sind. Schon stichwortartige Notizen reichen, um die wesentlichen Erkenntnisse festzuhalten und seinem Ziel, eine Übersicht über seine Vorfahren zu bekommen, näherzukommen.

Scheinbar irrelevante Dokumente aufbewahren

Der alljährliche Frühjahrsputz eignet sich ideal dafür, sich von scheinbar belanglosen Dokumenten und Mitschriften von nahestehenden Familienmitgliedern zu trennen. Doch aufgepasst! Häufig befinden sich genau unter diesen Schriftstücken wertvolle Hinweise, die bei der Ahnenforschung hilfreich sein können. Je älter und unbedeutender diese Dokumente zu sein scheinen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie bei dem Unterfangen der Nachforschung von Relevanz sind.

Besuche von Standes- und Pfarrämtern

Geburts-, Heirats- oder Sterbeurkunden geben Einblicke in die Geschichte der Vorfahren. Seit 1. Jänner 1939 existiert ein allgemeines Standesamt, das für das Führen von Geburten, Todesfällen und Trauungen zuständig ist. In früheren Zeiten, genauer gesagt zwischen 1784 und 1939, waren in erster Linie die Religionsgemeinschaften dafür verantwortlich. Da sowohl die Kirchenbücher der damaligen Zeit wie auch die Einträge des heutigen Standesamtes in das Personenstandsgesetz – das Pendant des Datenschutzgesetzes von Verstorbenen – fallen, gibt es drei Sperrfristen, innerhalb derer die Einträge nicht angefordert werden können. Für Geburten liegen diese bei 100 Jahren, für Trauungen bei 75 Jahren und für Sterbeeinträge bei 30 Jahren. Für eine Urkundenausstellung im Standesamt entstehen Kosten in der Höhe von 9,30 Euro pro Urkunde, bei Pfarrämtern wird meist nur um eine kleine Spende gebeten.

 


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Mi 9 bis 12:30 Uhr: 9.2.2022,
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Information & Anmeldung:
ISA-Institut Sei Aktiv, Wiener Straße 150, 4021 Linz, Tel.: 05/7000-77, anmeldung@isa.at.

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Bildquelle: Kittyfly/Shutterstock.com

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